Warum du Instagram als Autor nutzen solltest + Die Insta-Basics

2019-01-05T21:25:26+00:00 05. Januar 2019|Allgemein, Instagram für Autoren, Marketing|

Kurz vor Weihnachten telefonierte ich mit einer befreundeten Autorin und da sagte sie:

»Bücher schreiben ist gar nicht so schwer, Social Media Marketing ist eher das, was mir Kopfzerbrechen bereitet.«

Ich lachte und antwortete ihr, dass sie mit dem Problem nicht allein dasteht.
Über die Hälfte der Autoren, mit denen ich arbeite, finden das Vermarkten ihrer Bücher im Netz anstrengend, vor alledem, weil es viele Optionen gibt. Dabei ist die Wahl der richtigen Plattform und der Inhalte gar kein Hexenwerk.

Die magische Formel lautet:

Warte nicht darauf, dass deine Leser zu dir kommen, geh dortdahin, wo deine Leser sind.

Instagram hat einer der größten Bücher-Communitys der Welt und sogenannte Bookstagrammer wissen, wie der Hase läuft.
Da die Plattform aus Bildern und Videos besteht, werden hier Bücher unsagbar gut in Szene gesetzt und in den Kommentaren wird fleißig diskutiert.
Bookstagrammer sind hochmotiviert, gut vernetzt und aktiv. Das zeigt sich an dem beliebten Hashtag #bookstagram. Dieses umfasst über 26 Millionen Beiträge.
Instagram ist eine junge Plattform. Über 70% aller User sind unter 30 Jahre alt. Dabei ist das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Nutzer ausgeglichen.

Belletristik-Autoren haben es auf Instagram am leichtesten. Die Lieblingsgenres sind Jugendbücher, Fantasy und Thriller genauso wie Liebesromane.
Auch Ratgeber-Autoren sind bei Instagram an der richtigen Adresse. Viele Nutzer suchen dort nach Inspiration und Tipps, wie sie ihr Leben besser gestalten können.
Beliebte Themen sind: Fitness, Gesundheit, Selbstverwirklichung, Job und Finanzen.

So funktioniert Instagram

Buchgruppen voller Spam, schlecht besuchte Veranstaltungen und massiv gedrosselte Sichtbarkeit von Autorenseiten.
Das alles hat Instagram nicht.

Dafür ist die App simple aufgebaut und darauf ausgerichtet, andere Leute zu finden, was den Charme dieser Plattform ausmacht.

Bilder und Videos

Fotos werden quadratisch angezeigt, können aber auch von diesem Format abweichen. Videos sind maximal eine Minute lang und werden automatisch abgespielt. Der Ton aktiviert sich erst, sobald du das Video anklickst.
In deinen Beiträgen kannst du Personen markieren, Hashtags benutzen oder Geotags verwenden.

Instagram Stories

IG-Stories bestehen aus Bildern und 15 sek. Videos, die hintereinander abgespielt werden und nach 24 Stunden wieder verschwinden. Wer eine Story länger konservieren will, kann diese in die Highlights auf seinem Profil speichern.

Instagram TV

Unter Instagram TV kannst du Videos hochladen, die bis zu 60 Minuten lang sind. Diese findet man neben den Insta-Stories unter deinem Profil. Die Beiträge bleiben aber, anders als bei den Stories, dauerhaft online. Ähnlich wie bei YouTube, kannst du IG-TV Kanäle Abonnieren.

Beiträge speichern

Seit einiger Zeit kannst du Videos und Bilder von anderen Nutzern speichern und in Ordner sortieren. Deine gespeicherten Beiträge sind nicht öffentlich sichtbar.

So findet man dich auf Instagram

Hashtags

Hashtags sind das A und O, wenn es um deine Sichtbarkeit geht. Sie sind die Schlagwörter, nachdem IG Nutzer suchen. Man kann bis zu 30 Stück unter einem Beitrag verwenden und sogar Hashtags abonnieren. Welche Hashtags in der Bücher- und Autorencommunity am angesagtesten sind, verrate ich dir in dem nächsten Blogartikel. Hashtags funktionieren sowohl in deinen Beiträgen als auch in den Insta-Stories.

Markierte Bilder

Du kannst andere Profile in Beiträgen und auf Fotos markieren. Viele Bookstagrammer benutzen diese Funktion, um Autoren, Designern und Verlagen zu zeigen, dass sie ihre Bücher lesen und fotografiert. Auf deinem Profil können andere Nutzer sehen, auf welchen Fotos du markiert wurdest.

Vorgeschlagene Personen

Sobald du einer anderen folgst, werden dir direkt unter dem „Folgen“-Knopf ähnliche Profile vorgeschlagen. Indem du wertvolle Beiträge postest und dich vernetzt, erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass dein Profil vorgeschlagen wird.

Geotags

Neben Hashtags und andere Nutzer kannst du auch Orte in deinen Beiträgen markieren.
Events wie Lesungen, Konzerte oder die Leipziger Buchmesse laden zum Geotaggen ein und sind eine großartige Gelegenheit, um auf sich aufmerksam zu machen. Dasselbe gilt natürlich auch für beliebte Städte und Touristenattraktionen.

Explore-Page

Beliebte Beiträge werden von Instagram favorisiert und kommen auf die Explore-Page. Das ist ein Bereich unter der Suchfunktion, Vorschläge für Posts bekommst, die dich interessieren könnten oder die gerade im Trend sind. Wenn du interessante, unterhaltsame oder wertvolle Fotos und Videos postest, kannst du mit etwas Glück auf diese Seite landen. Dieser Bereich ist je nach Nutzer unterschiedlich. Ich sehe zum Beispiel viele Beiträge, die etwas mit Büchern, Kunst oder dem Reisen zu tun haben.

Das perfekte Instagram Profil

Dein Nutzername

Das perfekte Profil fängt bereits bei der Wahl deines Nutzernamens an. Hier solltest du im Idealfall deinen Autorenamen verwenden, damit man dich findet, wenn man nach dir sucht.
Wie bei den meisten Profilen im Netz sind bei dem Nutzernamen keine Leerzeichen oder Sonderzeichen erlaubt. Dennoch kannst du Unterstriche (_) oder Punkte (.) als Trennung verwenden.

Beispiel: MariaMusterfrau, Maria_Musterfrau oder Maria.Musterfrau.

Sollte dein Name bereits vergeben sein, kannst du auch den Zusatz Autor/rin oder Schriftsteller/rin hinzufügen.

Beispiel: Maria.Musterfrau.Autorin oder Max_Müller_Autor.

Sobald dein Profil online ist, kannst du einen öffentlichen Namen wählen. Ich empfehle dir, zusätzlich zu deinem Namen auch Schlüsselwörter zu verwenden.

Beispiel: Marie Muster Thriller Autorin

Leider kann man nur 30 Zeichen eingeben, sodass du kreativ werden musst, solltest dein Name lang sein.

Deine Instagram Bio

Stelle dich in 150 Zeichen vor. Das ist das Motto der Instagram Bio und ich finde, dass viele dieses Potential nicht ausnutzen.
Stell dir vor, du hast jemand neugierig auf dein Profil gemacht und wenn sie dich besuchen, steht da folgendes:

Marie Musterfrau
• Schreibt und liest Bücher und liebt Katze.

Das ist nicht gerade spannend, und Lust, deine Bücher zu lesen, habe ich auch nicht bekommen.

Wie wäre es denn mit sowas?

Marie Mustermann

• schreibt lustige, lesbische Liebesromane aus Ludwigsheim
• liebt Ringelsocken und Dinge, die sich reim‘
• Debüroman: Kathy wieder Willen

Die meisten von uns mögen Bücher, Kaffee/Tee oder haben ein Herz für Tiere *gähn*. Das will aber niemand wissen. Erzähle ihnen lieber etwas, was nicht jeder weiß und was dich einzigartig macht. Wenn du humorvolle Romane schreibst, dann sei witzig. Wenn du Gruselromane tippst sei schaurig. Schließlich bist du Autor! Im Grunde kannst du da auch eine Kurzgeschichte in 150 Zeichen erzählen, das sind immerhin 10 Zeichen mehr als ein Tweet!

Dein Profilbild

Wir Menschen sind soziale Wesen und demnach vertrauen wir einem Gesicht mehr als einem Logo. Solltest du also nicht gerade unter einem geschlossenen Pseudonym arbeiten, rate ich dir, ein schönes Autorenfoto von dir zu verwenden. Das schenkt Vertrauen und lässt dich menschlicher und somit auch nahbarer wirken.
Im Idealfall hast du sogar ein Autorenfoto von einem Fotografen. Wenn nicht, reicht auch ein Bild mit dem Smartphone.
Wenn du dein Foto selbst schießt, solltest du auf diese Sachen achten:

• Eine gute Beleuchtung ist das A und O von jedem Foto. Am besten stellst du dich vor ein Fenster mit Tageslicht. Achte darauf, dass dir die Sonne nicht direkt ins Gesicht strahl, um harte Schatten und Überbelichtung zu vermeiden. Dafür kannst du entweder ein bisschen vom Fenster zurückgehen oder du schießt dein Foto früh morgens oder an einem bewölkten Tag.

• Wähle einen einfachen Hintergrund, sodass du als Person im Fokus stehst. Kleiner Trick: Benutze etwas Stoff oder ein großen Bogen Tonkarton aus dem Bastelbedarf als Hintergrund. Dabei kann dir entweder ein Freund helfen oder du befestigst es einfach an einer Wand oder einer Stehlampe.

• Halte die Kamera auf Augenhöhe oder mit einem leichten Winkel von oben, so vermeidest du ein Doppelkinn und das Gefühl, dass du auf den Betrachter herabschaust.

• Lächeln nicht vergessen!

Bio Link

Im Idealfall leitet dein Link zu deiner Webseite oder deinen Büchern. Wenn du die Option haben willst, mehrere Links gleichzeitig zu verlinken, kann ich dir die Webseite Linktree ans Herz legen. Oder du erstellst selber eine Link-Sammlung auf deiner Webseite.

Privatprofil vs. Business Account

Die Geister scheiden sich, ob man als Autor ein Privatprofil oder ein Geschäft-Account anlegen sollte. Zum Glück kann man das auch im Nachhinein noch entscheiden.
Viele spekulieren, dass die Reichweite mit einem Geschäfts-Profil gedrosselt wird, um euch zu zwingen, Anzeigen zu schalten.
Ich habe davon nichts gemerkt und bin bislang zufrieden mit meiner Entscheidung.

Die Vorteile eines Geschäftsprofils liegen auf der Hand:

• Zugriff auf Insights, die dir Statistiken zu Beiträgen und Zielgruppe zeigen

• die Möglichkeit, Anzeigen zu schalten

• und eine Geschäftsbezeichnung unter dem Namen. Bei mir steht dort: Grafikdesigner/in.

Wer Instagram noch nicht für sich entdeckt hat, sollte der sozialen Plattform eine Chance geben. Die Community ist vielfälltig und die Reichweite um Längen größer, als bei den eingeschlafenen Facebook Seiten. Ihr habt diverse Möglichkeiten mit Lesern und Kollegen in Kontakt zu treten und euch und eure Bücher vorzustellen.
Wenn du Unterhaltungsliteratur, Ratgeber oder für Jugendliche schreibst, bietet Instagram die beste Plattform, um Leser zu erreichen.

Was soll ich auf Instagram posten? Und welche Hashtags kann ich verwenden?

Das erfährst du am 8. Januar auf diesem Blog.

Wenn du nichts mehr verpassen willst, kannst du dich gerne in mein Newsletter eintragen oder du folgst mir auf Instagram oder Facebook.

Ich freue mich auf dein Feedback!

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